Musicologica Olomucensia vol. 3, (1997):93-102
DEBUSSYS SKIZZEN ZUR IBÉRIA
Die Skizzen zur Partitur der Ibéria von Debussy zeigen die Entwicklung des neuen musikalischen Stils dieses Komponisten, jenes Stils, der später einen so entscheidenden Einfluß auf Strawinsky, Berg und Bartók hatte. Seine einander durchdringenden Ganztonstrukturen und effektiven Juxtapositionen von naturalistischen und impressionistischen Tonwelten fanden sich wieder in solchen späteren Werken wie Petruschka und Wozzek.
Das schöpferische Genie von Debussy bildet hier zyklische Multireferenzstrukturen, die über vorherige Modelle des neunzehnten Jahrhunderts hinausgehen. Gleichzeitig hat dieser französische Komponist allmählich das komplizierte System von harmonischen Hierarchien entwickelt, und zwar so, wie sich seine primären modalen Skizzen schrittweise in ganztönige strukturelle Elemente und fließende chromatische Überleitungen vertieften, die die anfänglichen kontrapunktuellen Refrains verdrängt haben.
Published: June 11, 1997 Show citation
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